Optimierung von Faktorportfolios
In der Forschungsarbeit „Diversify and Purify Factor Premiums in Equity Markets“ untersucht das Autorenteam de Cavalho et al. von BNP Paribas verschiedene Möglichkeiten, die Effizienz von Faktorportfolios zu steigern. Für Long/Short-Portfolios der Faktoren Value, Quality, Low Risk und Momentum werden unterschiedliche Konstruktionsverfahren zur Steigerung der Information Ratio analysiert. Gegenüber einem Ansatz, der stets eine +100/-100 Long/Short-Strategie mit konstanter Leverage verfolgt, kann die Information Ratio durch den Übergang zu einem Constant-Volatility-Ansatz verbessert werden. Eine weitere Steigerung lässt sich durch das Hedging von Market-Beta und dem abweichenden Size-Exposure herbeiführen. Dies gilt für alle Faktorportfolios mit Ausnahme von Value. Vor allem für Value- und Low-Risk-Portfolios ist auch die Sektorneutralität gegenüber der Benchmark von Bedeutung. 
Quelle: de Cavalho, Lu, Soupé und Dugnolle (2017)
Im Anschluss zeigen die Autoren, dass der Performance-Beitrag des Short-Exposures in den Titeln mit dem geringsten Faktor-Score deutlich geringer ist als der des Long-Exposures. Faktorprämien lassen sich demnach auch durch ein Long-Only-Engagement effizient vereinnahmen. Im Gegenzug sind die Möglichkeiten für Investoren eingeschränkt, über Long-Only-Investments Tracking-Error-Risiken gegenüber der Benchmark zu generieren.
Ein Erklärungsansatz für das Vorhandensein von Faktorprämien ist deren Interpretation als Kompensation für eine negative Schiefe der Renditeverteilung von Long/Short-Faktorportfolios. Dies lässt sich in den verwendeten Daten nicht bestätigen, da die Schiefe unabhängig von Faktor und Region weitgehend insignifikant ist.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Smart-Beta- und Factor-Investing-Strategien jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Smart Beta Equity und Smart Beta Fixed Income & Commodity. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Vergleichsgruppen.