Opportunitäten bei deutschen Gewerbeimmobilien
Das Transaktionsvolumen im deutschen Gewerbeimmobilienmarkt hat sich auch im ersten Quartal 2018 robust entwickelt, zeigt Savills in einem Marktbericht. Demnach belief sich das Volumen auf 12,2 Mrd. Euro, rund 5 % unter dem Niveau des Vorjahresquartals. Der größte Anteil entfiel auf den Sektor Büro (49 %), gefolgt von Handel (16 %) und Logistik/Industrie (13 %). Mit zunehmender Nachfrage institutioneller Investoren und steigendem Flächendruck verharrten die Spitzenrenditen im Bürosegment auf 3,3 % p.a. Büroimmobilien werden nach Einschätzung der Autoren aber auch weiterhin im Fokus der Investoren bleiben. Bei Shoppingcentern sanken die Renditen um 20 Basispunkte auf 4 %, bei Fachmarktzentren um 40 Basispunkte auf 4,2 %.
Quelle: Savills
Besonders hoch war der Anteil von langfristig orientierten Investoren am Transaktionsaufkommen. Zwei Drittel des Deal-Volumens lieferten Versicherungen, Pensionsfonds, Staatsfonds sowie offene Spezialfonds. Für Langfristinvestoren können B- und C-Städte geeignete Opportunitäten liefern, schätzen die Autoren. Gute Fundamentaldaten und hochwertiger, investierbarer Bestand ergeben einen attraktiven Rendite-Spread gegenüber den A-Standorten.
Quelle: Bulwiengesa, oxford Economics, Savills
Eine attraktive Alternative können auch kleinere Objekte bieten. Da das durchschnittliche Ankaufsvolumen in den letzten Jahren deutlich zugenommen hat und sich um 50 Mio. Euro konzentriert, könnten sich Opportunitäten im Bereich von 20 bis 40 Mio. Euro ergeben, erwarten die Autoren. Darüber hinaus bietet das Value-Add-Segment weitere Möglichkeiten bei relativ geringerem Wettbewerb zwischen Investoren. Hier müssen allerdings deutlich höhere Risiken eingegangen werden.
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