17.08.2011 | Studie

Offene Immobilienfonds verlieren für Investoren an Reiz

Mit dem Inkrafttreten des Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetzes (AnsFuG) im April 2011 wurden die Anlagebestimmungen in offene Immobilienfonds neu geregelt.

Eine Neuregelung wurde für nötig erachtet, da während der Finanzkrise einige Fonds sehr hohe Drawdowns hatten, was wiederum eine Kapitalflucht auslöste, die durch Fondschließungen über einen längeren Zeitraum aufgehalten werden sollte.
Allerdings scheint die neue Regelung das Interesse der Investoren an dieser Anlageform nicht zu erhöhen, wie eine Studie von Schroder Property ergab. Die Umfrage unter 112 professionellen Investoren in Deutschland zeigt, dass 47 % der Befragten das Gesetz als nicht gelungen ansehen und 38 % aufgrund der zweijährigen Mindesthaltefrist bzw. der zwölfmonatigen Rückgabefrist überhaupt nicht mehr auf diesen Durchführungsweg setzen.

Für rund die Hälfte der Investoren ist Liquidität ein entscheidendes Investitionskriterium, welches durch das AnsFuG nicht mehr gedeckt wird. Die skeptische Haltung drückt sich auch im Anlageverhalten der Investoren aus. 65 % der Studienteilnehmer sind zwar in offenen Immobilienfonds investiert, jeder Dritte plant jedoch sein Investment aufzulösen. Eine Erhöhung der Allokation kommt nur für 16 % in Frage. Laut Schroders werden institutionelle Investoren in den nächsten Jahren vor allem auf Spezialfonds oder Direktinvestments setzen, um ihre Investments in Immobilien zu tätigen.

zurück