Österreichischer Private-Equity-Markt braucht Reformen
Der österreichische Private-Equity-Markt bedarf dringender Reformen, um das Land hinsichtlich Innovationen und Mittelstand wettbewerbsfähig zu halten. Dies berichtet eine umfangreiche Studie des Branchenverbandes AVCO und mehrerer Beratungs- und Forschungsunternehmen, die im Auftrag der österreichischen Bundesregierung erstellt wurde. Zu Beginn stellt die Studie die besondere Bedeutung von Private Equity zur Finanzierung von KMU und Innovation heraus. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern hat sich der österreichische Markt jedoch nicht von der Finanzkrise erholt. Die Schere geht seit 2009 auseinander und für den österreichischen Markt ist keine Erholungstendenz erkennbar.
Quelle: AVCO
Banken, die vorher wichtigster Unterstützer dieses Segments waren, ziehen sich aus dem Markt zurück. Andere Investoren, wie öffentlich-rechtliche Institutionen, erhöhen ihr Engagement zwar, können die Ausfälle jedoch nicht kompensieren. Die Entwicklung bedroht nach Ansicht der Autoren die Konkurrenz- und Innovationsfähigkeit des österreichischen Mittelstandes. Besonders für die Frühphasenfinanzierung ist dringend ein Förderprogramm notwendig. Außerdem wird eine rasche Umsetzung der AIFMD in nationales Recht und eine Homogenisierung des Rechts in Europa gefordert, um die jüngst etwas in Mitleidenschaft gezogene rechtliche Sicherheit wiederherzustellen.
Quelle: AVCO