23.02.2015 | Research

Ökonomisches Exposure als Tool zur Portfolio Allokation

In einem aktuellen Researchpaper von MSCI haben Abhishek Gupta und Madhu Subramanian den Einfluss von ökonomischem Exposure (EE) auf den Aktienkurs von Unternehmen untersucht. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass Unternehmen mit einem großen ökonomischen Exposure stärker auf Änderungen der Wirtschaftslage in diesen Regionen reagieren als Unternehmen mit geringem Exposure in diesen Ländern.


Quelle: MSCI

Nach Marktkapitalisierung gewichtete Indizes teilen Unternehmen nach dem Land bzw. der Region der Herkunft auf, lassen jedoch den Ursprung der Einnahmen außer Acht. Per Juni 2014 machten Emerging Markets einen Anteil von 11 % in dem MSCI All Countries World Index aus, waren aber gleichzeitig für 35 % des Gewinns verantwortlich. Die Autoren raten dennoch davon ab, generell eine marktkapitalisierungsgewichtete Benchmark durch einen Index mit Berücksichtigung des ökonomischen Exposures zu ersetzen. Sie heben hingegen den Einsatz von Indizes, die ökonomisches Exposure berücksichtigen, auf strategischer Ebene hervor. 


Quelle: MSCI

Aktive Manager können dieses Wissen nutzen, um, mit dem Ziel von Momentum-Effekten profitieren zu können, die Gewichtung  von Portfolios zu ändern. Sie können so stärker in Stocks investieren, die ein großes Exposure in Regionen mit hohem erwartetem Wachstum aufweisen. Die Abhängigkeiten von regionalen Wirtschaftsänderungen können auch zur Diversifikation bzw. zur Spezialisierung auf eine bestimmte Region genutzt werden. Investoren, mit Restriktionen direkter Investments in bestimmten Regionen, können ökonomisches Exposure nutzen, um indirekt in diese zu investieren. Beispielsweise könnte ein Investor durch die Investition in US-Stocks mit einem großen Exposure in den Emerging Markets indirekt von Änderungen in den Emerging Markets profitieren.

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