20.04.2010 | Report

oekom Research Jahresbericht zu nachhaltigen Investments und Unternehmensführung

Mitte März hat die Nachhaltigkeits-Rating-Agentur oekom Research ihren Jahresbericht 2009 zur Entwicklung nachhaltiger Investments und nachhaltiger Unternehmensführung veröffentlicht. Demnach habe die Finanzkrise zu keinem Einbruch in diesen beiden Segmenten geführt, sondern habe das Interesse vielmehr verstärkt. So wurden im Jahr 2009 allein in Deutschland 313 Nachhaltigkeitsfonds mit 30 Mrd. Euro Assets under Management (AuM) zum Vertrieb zugelassen. Europaweit waren es 683 Fonds mit 53,3 Mrd. Euro AuM.


Quelle: oekom Research

55% der in Europa zugelassenen Nachhaltigkeitsfonds sind reine Aktienfonds, 33% Rentenfonds und 12% Mischfonds. Ihr Marktanteil am Anlagemarkt liegt dem Bericht zufolge zusammen mit institutionellen Investoren bereits bei 17,6%. Aktuelle Trends beim Thema nachhaltige Investments sind die Emerging Markets (vgl. auch Absolut|report-News "Chancen und Risiken nachhaltiger Investments in Asien") sowie das Thema Microfinance. Demnach gibt es bereits geschätzte 100 Investmentvehikel, die in Microfinance engagiert sind, mit einem Anlagevolumen von ca. 6 Mrd. Euro. Bei der Titelselektion kommen am häufigsten einfache Ansätze wie z.B. Ausschlusskriterien zur Anwendung. Ca. 20% der Investments seien bereits auf sog. "Best-in-Class-Ratings" zurückzuführen.


Quelle: oekom Research

Auch Unternehmen würden die Vorteile nachhaltiger Unternehmensführung vermehrt nutzen. So erfüllen bereits 504 von 3.000 analysierten Unternehmen die Mindeststandards. Henkel sei das Unternehmen mit dem höchsten Scoring im DAX, sanofi-aventis im Euro Stoxx 50. Bei den Branchen erreichen Hersteller von Haushaltswaren, Automobilhersteller und Energieversorger die höchsten Scorings, am schlechtesten schnitten Versicherungen, öffentliche Banken und Immobilienunternehmen ab.

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