20.04.2010 | Research

Fitch-Report zu globalen Sovereign Ratings

Die Kreditwürdigkeit der Staaten hat weltweit, gemessen an ihrem Credit Rating, deutlich abgenommen. Dies ist das Ergebnis eines aktuellen Rating Reports von Fitch zur Entwicklung von 102 Staaten-Ratings von 1995 bis 2009. Demnach habe die globale Rezession und die ansteigende Staatsverschuldung, sowohl in entwickelten, als auch in Schwellenländern, den Anteil der Abwertungen zwar konstant zum Vorjahr bei 14% gehalten, den Anteil der Aufwertungen jedoch von 10% auf 2% sinken lassen.


Quelle: Fitch Ratings

Prominente Downgrades im Jahr 2009 waren Griechenland von A zu BBB+ und Irland von AAA zu AA-. Upgrades fanden nur für zwei Länder statt: Die Türkei verbesserte sich von BB- zu BB+, Bolivien von B- auf B. Insgesamt ergab sich ein Downgrade-zu-Upgrade-Verhältnis von 7 zu 1, ein deutlicher Anstieg zu 2008, als das Verhältnis 1,4 zu 1 betrug. Positiv anzumerken ist, dass es im Vergleich zu 2008 als Ecuador ausfiel, diesmal keinen Default gab.


Quelle: Fitch Ratings

Für den weiteren Verlauf des Jahres erwartet Fitch eine divergierende Entwicklung von entwickelten Industrienationen und Schwellenländern. Das Verhältnis von Verschuldung zu GDP nähere sich in den ersteren 100%, während in den Emerging Markets die Verschuldung nur halb so hoch sei. Weitere politische oder ökonomische Negativereignisse könnten die Kreditsituation einiger Staaten zudem verschärfen.

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