OECD: Defined Contribution Pläne gewinnen an Bedeutung
Die OECD hat im diesjährigen „Pensions Outlook“ untersucht, wie sich die Rentenlandschaft durch eine alternde Bevölkerung, die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise und ein geringes Wirtschaftswachstum verändert hat. Die kapitalgedeckte private Vorsorge gewinnt demnach weltweit als Ergänzung der staatlichen Renten an Bedeutung.
Zwischen 2000 und 2015 stieg der Anteil der Assets der kapitalgedeckten privaten Rentenversicherungen in Relation zum BIP in allen OECD-Ländern an. IM Jahr 2000 gab es in 10 Ländern Pensionspläne, deren Assets mehr als 50 % des BIPs entsprachen, im Jahr 2015 bereits in 13 Ländern. Eine 100%-Äquivalenz der Assets zum BIP wurde im Jahr 2000 von Pension Funds in 4 OECD-Ländern erreicht, 2015 waren es 7 Länder. Defined Contribution Pensions nehmen hierbei eine besondere Rolle ein. Die Autoren erkennen zwar die Potenziale dieser Versorgungsregelung, sie betonen aber auch die steigenden Risiken für die Versicherten. Sie verweisen auf die Empfehlungen für die Ausgestaltung von DC-Pensionsplänen der OECD (Roadmap for the Good Design of DC Pension Plans). 
Quelle: OECD
Steuervergünstigungen bieten im Vergleich zu nicht subventionierten Pensionsplänen für die Versicherten Vorteile. Solche Vorteile motivieren insbesondere zum langfristigen Sparen. Sind die Steuerregeln transparent und leicht verständlich, kann hierdurch auch die Beitragszahlung in die private Altersvorsorge höher ausfallen. Mit Blick auf die steigende Produktkomplexität und die unterschiedliche Ausgestaltung von Rentenversicherungen wird gefordert, sich auf eine gemeinsame Terminologie und Sprache zu einigen. Ebenso soll ein kohärenter Rentenrahmen die Nutzung von Rentenversicherungen erleichtern und fördern.
Bspw. sind in Österreich solche Steuervorteile noch nicht implementiert. Vom Fachverband der Pensionskassen wird gefordert, dass auch hier das Drei-Säulen-Modell aus staatlichen, betrieblichen und privaten Zusatzversicherungen durch staatliche Anreizsysteme unterstützt wird.
Für ein optimiertes Risikomanagement wird gefordert, dass der Rechtsrahmen angepasst wird. So sollten anstelle von statischen Formeln vielmehr Grundsätze formuliert werden. Hierdurch können sich die Rentenversicherungen besser auf veränderte Rahmenbedingungen und neue Produktdesigns einstellen und ihren Leistungspflichten nachkommen.
Seit 1990 werden in den OECD-Ländern die Rentensysteme für den staatlichen und Privatsektor kontinuierlich angepasst. Belgien, Frankreich, Deutschland und Korea planen keine Änderungen. Ein einheitliches Rentensystem bietet jedoch einige Vorteile, wie gesellschaftliche Gerechtigkeit und eine effiziente Verwaltung.
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