29.07.2014 | Studie

Notwendigkeit zur Optimierung des Collateral Managements

Eine gemeinsame Studie von Elton-Pickford und Clearstream zeigt die wachsende Bedeutung einer effizienten Steuerung von Collaterals auf. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 22 europäischen Marktteilnehmern, darunter acht der 30 größten Banken. Neben der Verbesserung der Eigenkapitalausstattung sichern sich die Banken über den Aufbau von Liquiditätsreserven ab. Nach Schätzungen der Autoren betragen diese rund 8-15 % der Bilanzsumme der Institute. Aus der Optimierung des Collateral Managements lassen sich, bezogen auf das Sample der an der Umfrage teilgenommenen Institute, Eigenkapitaleinsparungen von 40 Mrd. Euro erzielen. Drei Zielsetzungen stehen hierbei im Vordergrund: Sorgfältiges Liquiditätsmanagement, Übereinstimmung mit regulatorischen Vorgaben und nicht zuletzt Profitabilität.


Quelle: Elton-Pickford

Die vorgeschlagene "Collateral Value Chain" besteht aus drei Pfeilern. Zunächst der Ausformulierung von Zielen und Bedingungen, die die Sicherheiten erfüllen müssen, dann der Definition des Management-Rahmenwerks und zuletzt der konkreten Umsetzung im Tagesgeschäft. Grundsätzlich müssen die Sicherheiten das Liquiditätsrisiko minimieren, dabei aber mit den regulatorischen Vorschriften einhergehen, also hohen Qualitätsanforderungen genügen und jederzeit handelbar sein. Für die tägliche Steuerung muss die Zusammensetzung des Collateral-Portfolios zudem sichtbar und jederzeit an neue Anforderungen anpassbar sein.


Quelle: Elton-Pickford

Trotz der regulatorisch bedingten steigenden Nachfrage nach hochliquiden und sicheren Assets als Collaterals ist entgegen früherer Befürchtungen kein Mangel daran entstanden. Grund hierfür ist einerseits die Ausweitung staatlicher Emissionstätigkeit, andererseits aber auch das Deleveraging der Banken.

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