Zinsumfeld erzwingt Veränderung bei deutschen Versorgungswerken
Das anhaltende Niedrigzinsumfeld und der Wandel des deutschen Lebensversicherungsmarktes haben gravierende Auswirkungen auf die betriebliche Altersvorsorge, stellt eine umfassende Studie von Aon Hewitt fest, die Ende Mai erschienen ist. Immer mehr Lebensversicherer schränken ihr Angebot an klassischen Garantie- und Vorsorgeprodukten ein und lösen damit eine Anpassungsreaktion in den Unternehmen aus. Knapp die Hälfte der befragten deutschen DAX- und mittelständischen Unternehmen planen entsprechend, ihr Versorgungswerk anzupassen. Davon halten ungefähr die Hälfte eine grundsätzliche Überprüfung der Ausgestaltung für erforderlich. Weitere 23 % sehen zumindest für das Kapitalanlagemodell Handlungsbedarf.
Quelle: Aon Hewitt
44 % der Teilnehmer ziehen einen Anbieterwechsel in Betracht. 45 % erwägen die komplette Neugestaltung ihrer Versorgungsregelung. Nur ein Drittel würde einen Tarifwechsel beim bestehenden Anbieter durchführen. Eine Einstellung ihrer arbeitgeberfinanzierten Versorgung kommt dennoch nur für 11 % in Frage.
Quelle: Aon Hewitt
Eine Finanzierung über Fondsgesellschaften stellt für 62 % der Befragten eine mögliche Alternative dar. 28 % sehen hierin keine Option. Bei der Wahl eines neuen Versicherungsprodukts hat die finanzielle Stabilität die größte Bedeutung für die Unternehmen. Weiterhin sind Transparenz und Einfachheit sowie die Renditechancen, Garantien und Flexibilität für den Großteil wichtig oder sehr wichtig.
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