19.12.2016 | Märkte

Neuer Leitfaden für ethisch-nachhaltige Geldanlage

Das Kirchenamt der Evangelischen Kirchen in Deutschland (EKD) hat im November die dritte aktualisierte Fassung ihres Leitfadens für ethisch-nachhaltige Geldanlage veröffentlicht. Darin beschreiben die Autoren die verschiedenen Instrumente, nachhalltige und ethische Wertvorstellungen in die Kapitalanlage zu integrieren und zeigen, wie die Umsetzung in der Praxis aussehen kann. Unterschieden werden die Instrumente Ausschlusskriterien, Positivkriterien, Themen- und Direktinvestments, Engagement und Mitgliedschaften in Initiativen.


Quelle: EKD

Neben den klassischen Ausschluss- und Positivkriterien für Aktien- und Anleiheninvestments hält der Leitfaden einige Empfehlungen für die Einbeziehung nachhaltiger und ethischer Aspekte bei Anlagen in Real Assets oder Hedgefonds bereit. So raten die Autoren beispielsweise dazu bei Investments in Immobilien, auch bei der Mieterauswahl Ausschluss- und Positivkriterien anzuwenden. Bei Bauvorhaben und in der Planungsphase rät der Leitfaden auf regional verfügbare Rohstoffe zurückzugreifen, sowie Barrierefreiheit und die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr zu berücksichtigen.
Investments in Hedgefonds beurteilt der Leitfaden als oft problematisch und betont die Vielfalt und Heterogenität der am Markt befindlichen Strategien. Hier sollten vor einer Anlageentscheidung beispielsweise die Transparenz des Investmentsprozesses, der Sitz und die steuerliche Behandlung des Fonds und die Berücksichtigung ethisch-nachhaltiger Aspekte überprüft werden.

Mit dem Absolut|impact hat Absolut Research im Mai 2016 eine Plattform gestartet, die das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren abbildet. Investoren wird gezeigt, wie sie eine positive Wirkung auf ihr Portfolio und gleichzeitig auf die Gesellschaft als Ganzes möglich machen können.

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