Neue Entwicklungen bei der Modellierung von Kreditrisiken
Eine im August erschienene Publikation des International Monetary Fund (IMF) behandelt aktuelle Entwicklungen bei der Modellierung von Kreditrisiken.Damit möchten die Autoren dem Umstand Rechnung tragen, dass während der Finanzkrise die Kreditrisiken von strukturierten Produkten und einigen Institutionen nicht adäquat abgebildet wurden. Dies sei auf die fehlenden Möglchkeiten dieser Modelle zur Adaption von Änderungen kurzfristiger ökonomischer Rahmenbedingungen zurückzuführen, sowie auf die fehlende oder unzureichende Modellierung von Extremereignissen.
Die Arbeit fasst Denkanstöße und Entwicklungen jüngster Zeit, die von Akademikern, Regulierungsbehörden und Praktikern gegeben wurden, zusammen. In drei Kapiteln werden Structural Models und Variationen beschrieben, eingeschlossen Default-at-Maturity- und First-Passage-Modelle, die für Währungsrisiken, Liquiditätsrisiken und Portfolirisiken adjustiert werden. Darüber hinaus werden weitere Möglichkeiten zur Risikomessung dargestellt, wie die Messung von Default-Korrelationen mit Copulas, das Pricing von Kreditindexoptionen und Recovery Rate Schätzungen. Eine sehr informative und übersichtliche Publikation für Investoren, die sich mit komplexen Kreditrisiken auseinandersetzen möchten.
Quelle: IMF (2009)