12.09.2013 | Studie

Neuausrichtung des Risikomanagements in der Kapitalanlage

Mit der Neuordnung des Risikomanagements in der Kapitalanlage durch die vergangenen Krisenjahre beschäftigt sich eine aktuelle Studie von Allianz Global Investors. Die Finanzkrise und die europäische Schuldenkrise haben gezeigt, dass traditionelle Risikomodelle nicht in der Lage sind einerseits Extremrisiken adäquat abzubilden und andererseits eine Markterholung zu antizipieren. Ein neuer Ansatz im Risikomanagement muss daher dichter an der Realität modelliert werden und keine strenge Rationalität der Marktteilnehmer, konstante Korrelationen oder normalverteilte Renditen unterstellen.
Gleichzeitig ist auch die Kapitalanlage zum Umdenken gezwungen. Ein in normalen Zeiten diversifiziertes Portfolio zeigt sich in Bärenmärkten oftmals weniger stabil als angenommen, wenn globale Einflüsse alle Anlageklassen gleichermaßen treffen.


Quelle: Allianz Global Investors

Die Studie warnt jedoch davor allzu risikovermeidend zu investieren, denn sichere Anlagen wie Staatsanleihen oder Pfandbriefe werfen insbesondere nach Krisen negative Realrenditen ab. Stattdessen sollte in einem ersten Schritt die bestehende Diversifikation in traditionelle Asset-Klassen um alternative Investmentlösungen erweitert werden. Dazu zählt die Studie neben Investitionen in Volatilität, Währungen oder Infrastruktur alternative Strategien, die gezielt versuchen Risiken zu begrenzen und anders als herkömmliche Long-Only-Ansätze in der Lage sind, auch in fallenden Märkten positive Erträge zu erwirtschaften.


Quelle: Allianz Global Investors

Mit der Hinzunahme alternativer Anlageklassen steigen wiederum auch die Anforderungen an das Risikomanagement. Die Studie entwickelt dazu ein umfassendes, dynamisches Verfahren, dass die Möglichkeit des Auftretens von Extremrisiken systematisch berücksichtigt. Das vorgestellte Risikomodell ist besser als klassische Ansätze in der Lage, Sicherheit in schwachen Märkten zu erzielen und gleichzeitig von einer Markterholung zu profitieren.

Abonnenten von Absolut Research können weiterführende Informationen hier herunterladen:
Mehr zum Thema "Risikomanagement"
zurück