Nachhaltigkeitsperformance der Asset-Management-Branche
Eine Studie der gemeinnützigen Organsisation ShareAction zeigt die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance(ESG)-Aspekten seitens der Asset-Management-Industrie. Die im März erschienene Studie betrachtet und rankt Strategien und Praktiken der 40 größten Asset Manager in Europa, die ein Volumen von insgesamt 21 Billionen EUR verwalten und die UN Prinzipien für verantwortliches Investieren (PRI) unterzeichnet haben. Analysiert wurde unter anderem, ob die öffentlich kommunizierten Selbstverpflichtungen auch tatsächlich umgesetzt werden und ob die Wirkung nachhaltigkeitsorientierter Investments erhoben wird.
Die Ergebnisse zeigen, dass zwar jeder der Asset Manager eine Selbstverpflichtung für ESG-Investments festgesetzt und veröffentlicht hat, die Qualität der Umsetzung jedoch deutlich variiert. Beispielsweise haben 70 % ihre Stimmentscheidung veröffentlicht, aber nur 20 % auch die Gründe für diese Entscheidung offengelegt. Ebenso haben lediglich 20 % der Asset Manager umfangreiche Informationen rund um ihre Engagement-Aktivitäten veröffentlicht. Auf Nachfrage gaben hingegen über 90 % an, dass sie sich im Dialog mit den Unternehmen auf das Thema Low Carbon und/oder auf Menschenrechte fokussieren und rund 84 % zielen auf eine höhere Transparenz in der Lieferkette ab. 
Quelle: ShareAction
Asset Manager nehmen verstärkt die Bedeutung der Wirkungsmessung nachhaltigkeitsorientierter Investments, bspw. die Erhebung der CO2-Bilanz, wahr. Auch wenn bisher nur ein kleiner Anteil von 5 % detaillierte quantitative Informationen zur Wirkung ihrer Investments veröffentlicht, stellen rund 62 % Informationen zu Tools und Monitoring-Methoden öffentlich bereit. Demgegenüber haben sich die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) vergleichsweise schnell etabliert. 67,7 % der Asset Manager investieren entsprechend der Zielsetzungen, 61 % gaben an, die Festlegung von gesetzlichen Richtlinien im Sinne der SDGs zu fördern und 77 % setzen Engagement-Aktivitäten um. 
Quelle: ShareAction
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ESG-Aspekte bei einigen Asset Managern fester Bestandteil im Unternehmen sind. Zu den Top-5 des Rankings zählen Schroders, Robeco, Aviva, Amundi und Standard Life. Nichtsdestotrotz besteht großer Nachholbedarf in der Branche. So gaben bspw. 64,5 % der Befragten an, ESG-Aspekte im gesamten Unternehmen zu integrieren, aber lediglich 5 Asset Manager konnten entsprechende Kontrollmechanismen in der Managementebene nachweisen.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.
Absolut Research zeigt mit der Publikation Absolut|impact das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.