03.02.2015 | Studie

Nachhaltigkeit in der Kapitalanlage deutscher Stiftungen

Das Thema Nachhaltigkeit nimmt bereits eine große Rolle in der Kapitalanlagepraxis deutscher Stiftungen ein, zeigt eine Umfrage des Bundesverbands Deutscher Stiftungen, die im Dezember 2014 veröffentlicht wurde. Von den zwei Dritteln aller Stiftungen, die über schriftliche Anlagerichtlinien verfügen, geben 40 % an, Nachhaltigkeitskriterien festgehalten zu haben. Weitere 11 % planen eine schriftliche Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in der Kapitalanlage. Insbesondere kleine Stiftungen bis 1 Mio. Euro Gesamtkapital liegen hier vorn. Insgesamt geben mehr als 40 % der Stiftungen an, in konkreten Anlageentscheidungen auf Nachhaltigkeitskriterien zurückzugreifen. Unter Stiftungen mit mehr als 1 Mio. Euro Gesamtkapital liegt der Anteil bei fast 50 %.


Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen (BDS)

In der qualitativen Umsetzung der Nachhaltigkeitskriterien bildet der Stiftungszweck für drei Viertel der Befragten zumindest teilweise einen Orientierungspunkt. 23 % geben an, die von ihnen verfolgten Nachhaltigkeitskriterien nicht am Stiftungszweck festzumachen. Die Studie zeigt, dass Nachhaltigkeitskriterien zwar schon oft angewendet werden, ihre Einhaltung aber in den meisten Fällen nicht regelmäßig überprüft wird. Nur ein Drittel gibt an, die Einhaltung regelmäßig durch externe Unabhängige prüfen zu lassen.


Quelle: Bundesverband Deutscher Stiftungen (BDS)

Über 90 % der Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass die Bedeutung von Nachhaltigkeit hausintern zunehmen oder zumindest gleichbleiben wird. Nur 3 % rechnen mit einer abnehmenden Bedeutung.

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