Nachhaltigkeit als fester Bestandteil bei Private Equity
Der Einbezug von Nachhaltigkeit wird zunehmend zu einem Bestandteil von Private-Equity-Transaktionen. Dennoch gibt es weiterhin Entwicklungsbedarf schreibt PwC in einer Studie, in der 111 General Partners zur Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Private Equity befragt wurden. Innerhalb der letzten 3 Jahre ist der Anteil der General Partners, die Richtlinien zur Implementierung von Nachhaltigkeitskriterien eingesetzt haben, von 55 auf 83 % angestiegen. Wird die Gruppe, die derzeit mit der Entwicklung solcher Richtlinien beschäftigt ist, hinzu gezählt, liegt der Anteil bei 96 %.
Die Relevanz von Nachhaltigkeit steigt für General Partners insbesondere unter den Aspekt des Risikomanagements kontinuierlich an. Gaben 2013 noch 36 % der Befragten an, dass eine bessere Steuerung von Risiken der Hauptgrund für die Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten ist, lag der Anteil 2016 bereits bei 44 %. Weniger ausschlaggebend, aber immer noch relevant, ist für 17 % die Nachfrage der Investoren. 
Quelle: PwC
46 % der General Partners gaben an, dass im Jahr 2016 die Mehrheit der Investoren an ESG-Investments interessiert war. Für die kommenden zwei Jahre ist mit einer Zunahme der Nachfrage und des Interesses seitens der Investoren zu rechnen, schätzen 81 % der Befragten. Dementsprechend ist bereits bei 83 % die Umsetzung von Nachhaltigkeitsaspekten Bestandteil des Reportings. Bei den übrigen General Partners, planen 47 % ihr Reporting in den nächsten zwei Jahren entsprechend auszuweiten.
Die Sustainable Development Goals der UN werden zunehmend auch bei Private Equity herangezogen. 36 % sehen darin die Möglichkeit, ihre Reputation zu verbessern und 30 % verfolgen diese Strategie aus Renditegründen. Bei 35 % entsprechen die SDGs wiederum der Unternehmenskultur. Von 32 % der Befragten werden die SDGs bereits in den Investmentprozess integriert und 19 % gaben an, Investitionen mit dem Fokus auf eine nachhaltige Entwicklung umzusetzen. 
Quelle: PwC
Allerdings besteht insgesamt noch eine große Unsicherheit bezüglich der Umsetzung der SDGs innerhalb des Investmentprozesses. Auch im Exit werden Nachhaltigkeitskriterien nur selten angewandt oder eine Prämie eingefordert.
Die Initiative Principles for Responsible Investment (PRI) und die Klimaschutzorganisation Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC) haben eine Guideline für General und Limited Partners zur Berücksichtigung von Klimarisiken veröffentlicht. Mit Hilfe der Guideline können diese Risiken in der Due Diligence von Private Equity Investments einbezogen werden. Für den LP und den GP werden jeweils relevante Fragenkataloge und weitere Methoden und Tools vorgestellt.
Mit dem Absolut|impact hat Absolut Research im Mai 2016 eine neue Plattform gestartet, die das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren abbildet. Die zweite Ausgabe vom Oktober 2016 enthält u.a. Beiträge zur Bedeutung institutioneller Investoren im Markt nachhaltiger Investments, verantwortungsvollem Investieren in Private Equity, Klimarisiken im langfristigen Portfolio sowie rechtlichen Rahmenbedingungen von Energiewende-Investments. Der Absolut|impact zeigt Investoren, wie sie eine positive Wirkung auf ihr Portfolio und gleichzeitig auf die Gesellschaft als Ganzes möglich machen können.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.
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