22.08.2008 | Studie

Nachhaltige Kapitalanlagen entschärfen Zielkonflikte bei Stiftungen

Dass nachhaltige Kapitalanlagen auch für die Anlageziele von Stiftungen sinnvoll einsetzbar sind, befand jüngst eine Studie, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim, in Kooperation mit der Universität Stuttgart für die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) durchgeführt hat. Die Autoren Prof. Dr. H. Schäfer und Dr. Michael Schröder kommen zu dem Ergebnis, dass nachhaltige Anlageziele einerseits Zielkonflikte zwischen den Aufgaben der Stiftung und der Verwaltung des Stiftungskapitals entschärfen und andererseits das Rendite-Risiko-Profil verbessern können.

Die Studie zeigt, dass die Performance eines Portfolios umso stärker ist, je mehr auf die Einhaltung von Nachhaltigkeitskriterien (SRI - Socially Responsible Investments) bei der Selektion geachtet wird. Ein Portfolio, das die zehn Prozent der nach SRI Kriterien am besten bewerteten Unternehmen enthält, kann gemäß der Studie die Performance eines klassischen Portfolios übertreffen.

In ihrer Studie führen die Autoren verschiedene Simulationen zu Anlagestrategien für Stiftungen durch. Dabei unterscheiden sie statische und dynamische Optimierungsansätze. Es zeigt sich, dass für die reale Kapitalerhaltung ein relativ hoher Aktienanteil von über 20 Prozent im Portfolio gehalten werden sollte. Auch Absicherungsstrategien beurteilen die Autoren als sinnvoll für den Kapitalerhalt, sofern Absicherungsinstrumente für nachhaltige Kapitalanlagen verfügbar sind

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