10.10.2013 | Studie

Nachhaltige Immobilieninvestments erzeugen Interesse bei Institutionellen

Nachhaltige Immobilienanlageprodukte sind bislang noch sehr rar, so eine aktuelle Studie der IVG Research. Von Juli bis August wurden die 100 größten europäischen institutionellen Immobilieninvestoren zur zukünftigen Entwicklung des Segmentes nachhaltiger Immobilienprodukte befragt. Angesichts der Tatsache, dass nur 26 Investoren an dieser Umfrage teilgenommen haben, müssen die Ergebnisse der Studie jedoch mit Vorsicht interpretiert werden.

Das Gesamtvolumen aller nachhaltigen Kapitalanlagen beträgt aktuell 10,4 Billionen Euro, auch wächst die Nachfrage nach entsprechenden Produkten weiter. Mittlerweile ist der Marktanteil der nachhaltigen Investments damit auf 21,8 % des weltweit verwalteten Vermögens gestiegen. Bei Immobilieninvestments ist der Nachhaltigkeitsgedanke allerdings deutlich schwächer ausgeprägt als in anderen Asset-Klassen. Immerhin planen rund 80 % der Befragten, in den kommenden fünf Jahren ihr Immobilienportfolio stärker an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten. Für diese Investoren sind mit 33 % geschlossene Fonds das attraktivste Investmentvehikel, noch vor Direktinvestments (29 %) und offenen Immobilienfonds (17 %).


Quelle: IVG Research

Als problematisch wird in diesem Zusammenhang jedoch der Mangel an geeigneten Immobilien sowie an Informationen zur Nachhaltigkeit angesehen. Verantwortlich hierfür kann auch das Fehlen einer einheitlichen Definition von Nachhaltigkeit sein. Langfristig rechnen die Investoren allerdings mit einer Ausweitung des Marktes für nachhaltige Immobilienanlageprodukte. Grundsätzlich ziehen 80 % der Investoren Anlagen in den Risikoklassen "Core" und "Core Plus" vor und investieren mit Vorliebe in den Industrieländern.


Quelle: IVG Research

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