Nachhaltige Ausschlusskriterien im Aktienportfolio
Eine Möglichkeit, ESG-Faktoren in den Anlageprozess zu integrieren, ist die Einbeziehung von Ausschlusskriterien. Die Gründe für einen Ausschluss sind häufig subjektiv, dennoch lassen sich Trends ablesen, wie eine Studie von Novethic zeigt, die Anfang Juli veröffentlicht wurde. Darin untersuchen die Autoren die Blacklists für Aktieninvestments von 20 institutionellen Investoren aus Europa und gehen der Frage nach, wie auf Basis von Menschenrechtsverletzungen eine Ausschlussentscheidung konkret gefällt wird. Neben Verstößen gegen das Arbeitsrecht, spielen demnach Verletzungen der historischen Verantwortung gegenüber Einheimischen eine große Rolle bei vielen Investoren. Darüber hinaus werden Investmentregionen ausgeschlossen, wenn Staat und Unternehmen gemeinsam in ethische Verstöße verwickelt sind.
Anhand von sechs Beispielen verdeutlichen die Autoren die Ergebnisse ihrer Studie. Für die Unternehmen Walmart, Yahoo, Chevron, PetroChina, Vedanta und Shell wird detailliert dargelegt, wie verantwortungsbewusste Investoren kontroverse Unternehmen konkret definieren und gegebenenfalls Druck ausüben oder desinvestieren.