22.07.2015 | Märkte

Multi-Asset-Investing durch Diversifikation über Risikoquellen

Pioneer Investments hat in einem Bericht zum Thema Multi-Asset Investing aktuelle Herausforderungen für klassische Equity-Fixed-Income-Portfolios untersucht und Wege aufgezeigt, durch alternative Ansätze wie die Diversifikation über Risikofaktoren, striktes Volatilitätsmanagement und multiple Alpha-Quellen diesen Schwierigkeiten zu begegnen. Neben dem Niedrigzinsumfeld, welches für Anleihen wenig Spielraum für weitere Kurssteigerungen lässt, und den vor allem in den USA bereits hohen Aktienbewertungen stellt eine Reihe von Volatilitätsquellen die Investoren vor Herausforderungen. Zu diesen zählen der Anstieg der Verschuldung, insbesondere der Staaten und Realwirtschaft, sinkendes globales Wirtschaftswachstum sowie die mögliche Ineffektivität der geldpolitischen Instrumente.


Quelle: Pioneer Investments

Mit zunehmender Korrelation zwischen Anleihen und Aktien, gerade in Phasen finanzieller Turbulenzen, sind klassische Balanced-Portfolios nicht geeignet, diesen Risiken zu begegnen. Zum Aufbau eines Portfolios, das robuster und besser diversifiziert ist, sollte weniger über Asset-Klassen als vielmehr über Risikoquellen diversifiziert werden. Hierzu gehört, diese relevanten Risikofaktoren zu identifizieren und deren Einflüsse auf das Portfolio zu analysieren. Weiterhin ist zum Aufbau eines renditeträchtigeren Portfolios im Niedrigzinsumfeld die Erschließung weiterer Beta-Quellen durch die Einbindung zusätzlicher Asset-Klassen wie Rohstoffe wie auch die Ausnutzung von Alpha-Chancen erforderlich. Letzteres kann etwa das Exposure über Staaten oder Branchen betreffen. Portfoliomanager müssen in diesem Zusammenhang jedoch für verhaltensbedingte Fehlentscheidungen sensibilisiert werden. Abschließend muss das so entstehende Portfolio gegen Extremrisiken abgesichert werden. Dies umfasst basierend auf makroökonomischen Risiken die Identifizierung relevanter Extremrisiken, deren mögliche Einwirkungen auf das Portfolio (Stresstests) und die Entwicklung möglicher Hedging-Strategien.


Quelle: Pioneer Investments

Abschließend erläutern die Autoren in dem im April 2015 erschienenen Papier die vier Strategien, nach denen die Risiko-Allokation erfolgen soll. Diese umfassen zunächst eine Makro-Strategie, die die generellen Ansichten zur makroökonomischen Entwicklung widerspiegelt, sowie ein Makro-Hedging, welches die damit verbundenen Risiken minimiert. Die dritte Säule stellen Satellitenstrategien dar, bei denen es sich um niedrigkorrelierte oder Relative-Value-Ansätze und Alphastrategien innerhalb eines bestimmten Marktes handelt. Zuletzt sollen über detailliertes Research zusätzliche Alpha-Quellen erschlossen werden.

Absolut Research analysiert institutionelle Multi-Asset Publikumsfonds jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Multi-Asset. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 10.000 institutionelle Publikumsfonds, aufgeteilt in 23 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 80 Universen.
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