Morgan Stanley zur Rebalancierung von Portfolios
Ein im März veröffentlichter Research-Report von Morgan Stanley behandelt die Rebalancierung von Policy Portfolios (PP) institutioneller Investoren. Diese haben i.d.R. eine Zielallokation, die bei unterschiedlicher Entwicklung der Anlageklassen regelmäßig rebalanciert wird. Dies geschieht häufig unter der Annahme konstanter Risikotoleranz und konstanten Risikoprämien. Die Publikation stellt anhand eines Modellportfolios aus Aktien und Cash eine abweichende Allokationsstrategie vor, die "günstige" Assets nach Marktverwerfungen und eine zunehmende Risikotoleranz in Phasen finanzieller Anspannung berücksichtigt.
Quelle: Morgan Stanley Research
Die Autoren postulieren eine proaktive Reallokationsstrategie. Je nachdem wie sich die Annahmen über Risikoprämien und Risikotoleranz ändern, ändert sich auch die Höhe des Aktienanteils. Somit liefert die Publikation anschaulich einige interessante, wenn auch keine neuen Ansätze. Leider bezieht sich die Darstellung, auch wenn kurz auf Stressszenarien und Shortfall-Risiken eingegangen wird, nur auf eine Variation der Allokation nach Eintreten einer Marktdislokation. Somit sind die Varianten eher variabel reaktionär als proaktiv, wie von den Autoren postuliert.
Quelle: Morgan Stanley Research