Weltweite Geldvermögen wachsen langsamer
Im Jahr 2015 haben die Geldvermögen der Haushalte weltweit um 4,9 % auf 155 Billionen Euro zugelegt, zeigt der „Global Wealth Report 2016“ der Allianz. Im Vergleich zu den Vorjahren, in denen das jährliche Wachstum im Mittel bei 9 % lag, ist der Anstieg 2015 jedoch moderat. Am höchsten sind die Zuwächse beim Wertpapiervermögen (+6,1 %), gefolgt von Einlagen (+5,5 %). Versicherungen und Pensionsfonds blieben mit 3,3 % dagegen hinter dem Durchschnitt zurück. Gleichzeitig stiegen die Verbindlichkeiten um 4,5 %. Netto verfügen die Haushalte damit über ein Geldvermögen von 116 Billionen Euro. Untersucht wurden insgesamt 53 Länder, die rund 90 % des Weltinlandsproduktes sowie 69 % der Bevölkerung abdecken. 
Quelle: Allianz
Wie schon in den Vorjahren erzielte die Region Asien ex-Japan mit 14,8 % die höchsten Vermögenszuwächse. Obwohl nach wie vor auf einem hohen Niveau, hat sich das Wachstum in Osteuropa und Lateinamerika auf 8,9 bzw. 6,5 % verringert. Gründe hierfür sind einerseits die rückläufigen Rohstoffpreise, andererseits der Ukraine-Konflikt. In den Industrieländern lag das durchschnittliche Wachstum bei 3 %, wobei sich Nordamerika mit einem Plus von 2,6 % schwächer entwickelte.
Quelle: Allianz
In Europa lag die Wachstumsrate der Geldvermögen 2015 bei 3,2 %, zwar 3,7 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, aber dennoch oberhalb des Durchschnittes der Industrieländer. Besonders hoch sind die Zuwächse beim Wertpapiervermögen mit 3,8 %. Die dominierende Säule im Vermögen der Westeuropäer sind nichtsdestotrotz Versicherungen und Pensionen, die in Summe 14,2 Billionen Euro ausmachen. Seit dem Beginn der Finanzkrise flossen rund 60 % der Sparleistungen in dieses Segment.
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