04.11.2015 | Studie

Minderheit der Investoren verfolgt Sektor-Strategien über ETFs

State Street und Kepler Chevreux haben in einer gemeinsamen Studie 135 europäische institutionelle Investoren zu ihren Erfahrungen und Erwartungen von Sektor-Investing mittels ETFs befragt. Obwohl ETFs in den vergangenen Jahren von einem Nischen- zum Mainstream-Investment geworden sind, werden Sektorstrategien über entsprechende Produkte bislang nur von einer Minderheit verfolgt. Lediglich 44 % der Anleger haben eine Sektorstrategie implementiert, davon rund die Hälfte als taktisches Instrument. Nur 6 % setzen eine Sektor-Rotationsstrategie um.


Quelle: State Street/Kepler Chevreux

Dennoch haben die Befragten durchaus klare Überzeugungen, welche Branchen in den kommenden Monaten den Gesamtmarkt out- bzw. underperformen werden. Auf der positiven Seite stehen Technologie- und Gesundheitswerte sowie Banken, während Versorger, Rohstoff- und Finanzunternehmen (inkl. Real Estate) skeptisch gesehen werden. Per Ende August wurden Year-to-date 9,4 Mrd. US-Dollar in Sektor-ETFs investiert, davon der größte Teil in der Energie-Branche. Im Widerspruch zu den geäußerten Erwartungen der Anleger zur künftigen Sektor-Performance wurde ebenfalls stark in den Real-Estate-Sektor investiert, während Industrie- und Technologiefonds die größten Abflüsse verzeichneten.


Quelle: State Street/Kepler Chevreux

Grundsätzlich werden ETFs heute von 82 % der Befragten eingesetzt, weitere 4 % überlegen, dies in Zukunft zu tun. Die Hauptgründe für die Verwendung der börsennotierten Fonds sind der einfache Zugang zu Märkten sowie die geringen Kosten. Auch wissen die Anleger die hohe Liquidität der Produkte zu schätzen. Der wichtigste Faktor, den 71 % der Investoren bei ETF-Engagements beachten, ist der Ausführungspreis.

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