Messung von Langlebigkeitsrisiken unter Solvency II
23-1-2012Ein Ende 2011 veröffentlichter Research Report des Beratungsunternehmens Milliman stellt ein Modell für die Messung von Langlebigkeitsrisiken unter Solvency II vor. Mit diesem lassen sich im Vergleich zur Standardformel die Eigenkapitalanforderungen senken, schreiben die Autoren. Für die Analyse werden volatile Mortalitäten unterstellt. So werden für die Population sowohl zufällige Todestage simuliert, ebenso wie Schwankungen in der langfristigen Mortalitätsentwicklung und eine extreme Steigerung der Lebenserwartung, bspw. durch Fortschritte in der Krebsheilung. Daraus ergeben sich zwei Szenarien, die miteinander verglichen werden: die Entwicklung der Lebenserwartung anhand historischer Daten und eine simulierte, überproportional steigende Lebenserwartung.
Die Autoren vergleichen dann sowohl einen Economic-Capital-Ansatz, als auch einen Internal-Model-Ansatz, um die Kapitalanforderungen zu berechnen. Beide Modelle führen zu geringeren Kapitalanforderungen als die Standardformel unter Solvency II. Für den Economic-Capital-Ansatz ist zudem etwas weniger Kapitalunterlegung notwendig, als für den Internal-Model-Ansatz.
Quelle: Milliman