Mehrwert durch aktives Trading
Ran Xing von der Stockholm School of Economics untersucht in einem Forschungspapier vom November 2017 ob Fondsmanager durch aktives Trading einen Mehrwert schaffen. Hierzu wird auf täglicher Basis für ein Sample von 336 US-Fonds die Performance in einen Anteil, der durch die Holdings und einen Anteil, der durch Trades erzielt wurde, zerlegt. Die Ergebnisse zeigen, dass Fondsmanager sowohl kurz- als auch langfristig über Stock-Picking-Fertigkeiten verfügen. Vor Handelskosten wird ein Alpha von 130 Basispunkten erzielt. Diese Summe setzt sich zusammen aus einem positiven Alpha für Käufe und Verkäufe, die maximal 120 Tage zurückliegen, einem negativen Alpha für Transaktionen im Zeitraum von einem halben bis einem Jahr sowie einem positiven Alpha für Holdings, die länger als ein Jahr im Portfolio verbleiben. Der Großteil der Gesamtperformance stammt aus den langfristigen Positionen. Das Sample umfasst den Zeitraum 2001 bis 2010. 
Quelle: Xing
Eine Analyse verschiedener Fondstypen, darunter bspw. Momentum, Small Cap und Growth, zeigt, dass sämtliche Typen von kurzfristigen Käufen profitieren. Auch hier gilt allerdings, dass der Großteil des Alphas aus den langfristigen Positionen stammt. Der Autor hebt hervor, dass auch Verkäufe einen erheblichen Teil zum positiven Alpha beitragen, indem das Portfolio vor Verlusten geschützt wird. Zuletzt werden die Transaktionskosten bemessen, die 1,51 % der gesamten Netto-Assets ausmachen und sich ca. hälftig in direkte und indirekte Kosten aufteilen.
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