McKinsey zeigt Anstieg der globalen Verschuldung
McKinsey hat in einer Marktanalyse für 22 Industriestaaten und 25 Schwellenländer festgestellt, dass die globale Verschuldung seit 2007 um 57 Billionen US-Dollar bzw. 17 Prozentpunkte gestiegen ist. Die globale Verschuldung umfasst Staatsschulden, sowie die Schulden des Finanzsektors, anderer Unternehmen und der privaten Haushalte. Hohe Verschuldungsraten haben historisch für geringeres Wachstum gesorgt.
Quelle: McKinsey
Seit der Finanzkrise hat kein Industrieland und nur vier Schwellenländer die Schuldenquote gesenkt. In Schwellenländern ist eine Erhöhung der Schulden jedoch weniger problematisch, da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, die Schuldenquoten durch stärkeres Wachstum in der Zukunft zu senken. In Industriestaaten sind die prognostizierten Wachstumsraten des BIP dagegen deutlich geringer, wodurch eine Senkung der Schuldenquote durch Wachstum in diesen Staaten unwahrscheinlicher wird. So müsste sich in Spanien, Japan, Portugal, Frankreich, Italien und Finnland das erwartete Wachstum mindestens verdoppeln, um die Schuldenquoten zu senken. Unter Berücksichtigung des Staatshaushalts, der Zinsen, der Inflation und des erwarten Wirtschaftswachstums erwarten die Autoren, dass die Schuldenquoten in den nächsten fünf Jahren in den USA, Japan und den meisten europäischen Ländern, mit Ausnahme von Irland, Griechenland und Deutschland, weiterhin steigen werden. 
Quelle: McKinsey
Neben einer geringfügig gewachsenen Schuldenquote stellen die Autoren eine steigende Nachfrage nach nicht von Banken gewährten Krediten fest. Kreditfonds, die von Hedgefonds oder anderen Asset Managern verwaltet werden, verzeichnen ein starkes Wachstum. Ein mit einem Kreditvolumen von 30 Mrd. US-Dollar noch recht kleines Segment mit hohen Wachstumsraten ist das Crowdfunding. Verschiedene Private Equity Fonds und andere Asset Manager investieren vermehrt in Crowdfunding-Plattformen, da diese sich ihrer Erwartung nach als Finanzierungsmöglichkeit etablieren werden.