Masterstudie zu Preisblasen an den Finanzmärkten
Vom IMF erschien eine Masterstudie, die sich mit dem Stand der Wissenschaft zu Preisblasen an den Finanzmärkten beschäftigt. Neuere Modelle der Behavioral Finance lassen die Möglichkeit der Darstellung der Eigenschaften von Preisblasen zu. Demnach können Preisblasen unterschiedliche Ursachen haben. Selbstüberschätzung bei der Einschätzung von Marktdaten, Trading auf der Grundlage historischer Daten und Überreaktionen auf Marktdaten sind die wesentlichen Aspekte dieser Modelle. Preisblasen entstehen vor allem durch Fehleinschätzungen der Marktteilnehmer, averse Anreize im Markt und Trading-Aktivitäten "auf der Aufwärtswelle". Preisblasen platzen sobald die Stimmung kippt, meist initiiert durch signifikante Short-Trading-Aktivitäten von professionellen Investoren.
Allen Modellen ist gemein, dass Preisblasen aus dem System heraus entstehen. Die Empfehlungen zur Abschwächung der negativen Auswirkungen sind das freie Zulassen von Leerverkaufsaktivitäten, unbeschränkte Haftung von Investoren (statt limitierter Haftung) und die Ausweitung von Finanzmarktbildung.