21.05.2008 | Studie

Marktvolumen nachhaltiger Anlagen in der Schweiz um 67 Prozent gewachsen

Der schweizerische Markt für nachhaltige Anlagen ist weiterhin auf starkem Expansionskurs. Das gesamte Marktvolumen stieg in der Periode von Ende 2006 bis Ende 2007 - trotz Börsenkrise - um 67% auf 30 Mrd. Franken, bzw. 34 Mrd. Franken, unter Einbezug des Vermögens, das in der Schweiz für ausländische Institute und Kunden verwaltet wird. Das Volumen nachhaltiger Kollektivanlagen (Fonds, Investmentgesellschaften) nahm in der gleichen Periode um rund 92% zu, im Vergleich zu einer Volumenabnahme des Gesamtmarktes um 1%. Neue Produkte vor allem zu den Themengebieten Wasser, erneuerbare Energien & Klimawandel trugen u. a. zu diesem stabilen Wachstum bei.

Die entsprechende Markterhebung wird halbjährlich von der Investment-Beratungsfirma onValues durchgeführt und von einem Beirat bestehend aus Vertretern von Bank Sarasin, Ethos, SAM, Swisscanto, UBS, Vontobel und Züricher Kantonalbank begleitet. Befragt wurden 19 schweizer Anbieter.

In einer ergänzenden Umfrage zu Investments in nachhaltige Themen wurde zum ersten Mal das genaue Marktvolumen in diesem Bereich erfasst, inklusive Kollektivanlagen, Mandate und strukturierte Produkte. In die drei wichtigsten nachhaltigen Themen (Klimawandel, erneuerbare Energien/Energieeffizienz, und nachhaltige Wassernutzung) waren per Ende 2007 rund 21.7 Mrd.  Franken investiert, wobei davon 9.7 Mrd. Franken gemäß einem umfassenden Nachhaltigkeitsansatz verwaltet wurden. Beachtenswert ist der rasche Volumenzuwachs des noch relativ jungen Klimawandel-Themas. Die an der Umfrage teilnehmenden schweizer Anbieter in diesem Bereich wurden nach den wichtigsten Gründen gefragt, warum Investoren in nachhaltige Themen investieren. Demnach wurden finanzielle Motive (überdurchschnittliche Rendite, Portfolio-Diversifikation) und der Wunsch, einen positiven Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten, als gleichwertig genannt. Als neue und zunehmend wichtig werdende Themen in den nächsten 2-3 Jahren wurden u. a. Nachhaltigkeitsherausforderungen in Emerging Markets, nachhaltige Commodities (z.B. Holz und Biofuels der zweiten Generation) und Microfinance/Strategien zur Armutsbekämpfung genannt.

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