Investment in Volatilität globaler Aktienindizes
Eine steigende Anzahl von Banken und Investmentgesellschaften bietet ihren Kunden Produkte zur Investition in Volatilität an. Der Absolut|report berichtete bereits im Februar und März über verschiedene Produkte. Auch die BayernInvest, eine 100%-ige Tochtergesellschaft der BayernLB, bietet seit letztem Jahr für institutionelle Kunden den BayernInvest Euro Bond Absolut Return-Fonds (ISIN DE000A0JK7L4) an. Die Strategie des Fonds wurde von Andreas Kampe, Senior Fondsmanager Derivative und Alternative Anlagestrategien, im Rahmen des BayernInvest Experten-Tages im April in Hamburg vorgestellt.
Ziel des Euro Bond Absolute Return-Fonds ist die Erwirtschaftung einer Rendite von LIBOR +1,5% bei einer sehr geringen Volatilität von ca. 2%. Der Fonds setzt auf die Volatilität von 15 globalen Aktienindizes. Dafür wird in Variance Swaps investiert, welche noch ein bislang recht unübliches Instrument zur Umsetzung von Volatilitätsstrategien darstellen, wie Kampe betonte. Diese Swaps sind entweder auf den Spread zwischen realisierter und impliziter Volatilität oder auf den Spread aus der impliziten Volatilität zweier Märkte ausgerichtet. So kann ein Investor an der Veränderung der relativen Volatilität globaler Aktienindizes unabhängig vom jeweiligen Indexstand partizipieren. Die Investition in Volatilität als Assetklasse bietet durch die negative Korrelation zu Aktien einen guten Diversifikationseffekt, sagt Andreas Kampe.
Der Fonds steht Anlegern ab einer Mindestanlagesumme von 50 Mio. Euro offen. Die jährliche Managementgebühr beträgt 0,4%.