27.03.2014 | Studie

Markowitz zu wachsender Bedeutung des Risikomanagements

Seit 2008 hat das Thema Risikomanagement bei nahezu allen institutionellen Investoren erheblich an Bedeutung gewonnen, stellt eine Umfrage von BNY Mellon und Dr. Harry Markowitz fest, die im Februar veröffentlicht wurde. Mehr als 80 % der Befragten erwarten, dass diese Entwicklung noch nicht abgeschlossen ist und das Management von Risiken weiter in den Mittelpunkt des Entscheidungsprozess in der Kapitalanlage rücken wird. Investoren sind dabei immer seltener auf der Suche nach Alpha und der Outperformance gegenüber einer Marktbenchmark. Stattdessen werden bestimmte Zielrenditen angestrebt. Eine Folge dieser Entwicklung ist ein deutlich stärkeres Interesse an alternativen Strategien. Institutionelle Investoren sind immer häufiger in alternativen Asset-Klassen investiert und planen dies in den kommenden fünf Jahren noch weiter auszubauen. Dabei spielen die Renditeeigenschaften jedoch nur eine untergeordnete Rolle.


Quelle: BNY Mellon

Für mehr als 60 % der Befragten sind die positiven Auswirkungen auf die Portfoliodiversifikation der Hauptgrund, in alternative Strategien und Asset-Klassen zu investieren. Für alle Sub-Asset-Klassen geht die Studie von einer positiven Marktentwicklung aus. Mit Ausnahme sozialer Venture-Capital-Projekte wird für alle Segmente eine steigende Nachfrage erwartet. An erster Stelle stehen dabei Real Assets und Sachwerte sowie Risikoparitätsfonds. Für Private Equity und Hedgefonds ergibt sich aus der Umfrage ein erwarteter Zuwachs zwischen 10 und 15 %.


Quelle: BNY Mellon

Neben dem Management von Investmentrisiken hat in den vergangenen fünf Jahren auch der Umgang mit operationellen Risiken erheblich an Bedeutung gewonnen, wie 69 % der Umfrageteilnehmer angeben. Die Betonung einer integren Unternehmenskultur sowie Dokumentierungsprozesse stehen dabei an oberster Stelle. An der Umfrage haben mehr als 100 institutionelle Investoren teilgenommen, davon 27 % aus Europa und rund 70 % aus den USA und Kanada.

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