Management von Tail-Risiken in volatilen Märkten
Der Economist hat eine von State Street Global Advisors gesponserte Untersuchung zu Extremrisiken veröffentlicht. 310 Investoren in USA und Europa wurden im Juni und Juli dieses Jahres zu ihrer Einstellung gegenüber Extremrisiken befragt. Die nun publizierten Ergebnisse zeigen, dass die Hälfte der Investoren davon ausgeht, dass Tail-Risiken unterschätzt werden. 51 % der Befragten stimmen darin überein, dass selbst Investoren, die sich ein tiefes Verständnis von Tail-Risiken zuschreiben, diese systematisch unterschätzten. Fast zwei Drittel der befragten Family Offices, Berater, Privatbanken, Fondsmanager und Institutionen sehen aber eine hohe Wahrscheinlichkeit für ein extremes Risikoereignis innerhalb der nächsten 12 Monate. Hauptsorgen sind die globale Konjunktur sowie ein instabiles Europa.
Quelle: Economist Intelligence Unit (2012)
Als die größte Barriere bei der Implementierung von Schutzmechanismen vor Extremrisiken geben 64 % der Umfrageteilnehmer die Liquidität der zur Verfügung stehenden Instrumente an. Für 28 % ist fehlendes Know-how zu den neuen Asset-Klassen ein Problem.
Quelle: Economist Intelligence Unit (2012)
Außerdem belegt die Studie, dass institutionelle Investoren mit Anpassungen der Strategie auf die Erkenntnisse der Krise reagiert haben. Reduziert wurde die Diversifikation in traditionellen Anlageklassen und die Kapitalallokation in Dach-Hedgefonds. Zugenommen habe dagegen das direkte Hedging über Puts oder Garantien, sowie das Exposure in Single-Strategy-Hedgefonds.