21.01.2013 | Research

Makro-sensitive Portfoliostrategien

Mit dem Umgang makroökonomischer Risiken in Portfoliostrategien beschäftigt sich MSCI in einem Ende November veröffentlichten Forschungsaufsatz. Die schwache Konjunkturentwicklung seit 2008 verdeutlicht, dass makroökonomische Risiken entscheidenden Einfluss auf die Wertentwicklung eines Portfolios haben und daher insbesondere bei der langfristigen Asset Allokation zwingend berücksichtigt werden müssen. Die Autoren Kurt Winkelmann, Ludger Hentschel, Raghu Suryanarayanan und Katalin Varga definieren solche Risiken als Preisänderungen durch langfristige dauerhafte Schocks auf das reale Wirtschaftswachstum und analysieren, wie die Allokationsstruktur darauf reagieren sollte.


Quelle: MSCI

Den Autoren zufolge sollte weniger Augenmerk auf Schocks auf den Konjunkturzyklus gelegt und stärker der langfristige Trend fokussiert werden. Den Zusammenhang von Makroökonomie und Preisbildung quantifizieren die Autoren dabei einerseits über Cashflows und andererseits über szenarioabhängige Diskontierungsfaktoren. Aufgrund der Schwierigkeit die reale Wachstumsrate vom Wachstumstrend zu trennen, haben sich frühere Untersuchungen häufig auf eine kurzfristige Definition makroökonomischer Risiken konzentiert. Neu ist der Ansatz der Autoren einen möglichst langfristigen Betrachtungszeitraum zu wählen, um den Konjunkturzyklus zu glätten.

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