Institutionelle fragen Unternehmens- und Schwellenländeranleihen nach
Institutionelle Anleger in Deutschland fürchten sich vor allem vor sinkenden Zinsen. Zu diesem Ergebnis kommt Allianz Global Investors in einer Anfang Dezember veröffentlichten Studie, in der Anleger in ganz Europa befragt wurden. Für die Erreichung ihrer finanziellen Ziele stellt demnach das niedrige Zinsniveau das größte Risiko dar. Als Alternativen zu teilweise negativ verzinsten Staatspapieren greifen deutsche Anleger dabei zunehmend zu Unternehmensanleihen (66 %), Schwellenländeranleihen (47 %) und alternativen Assetklassen wie Immobilien und Infrastruktur (38 %).
Quelle: Allianz Global Investors
Eine positive Entwicklung weist die Studie für die Wahrnehmung der öffentlichen Kreditwürdigkeit in Europa aus. Vor einem Jahr stellte das Szenario eines Zahlungsausfalls in der Peripherie noch für 35 % der Befragten ein sehr großes Risiko dar, nun liegt der Anteil bei knapp 13 %. Das niedrige Zinsniveau ist damit aktuell das Kernproblem der europäischen Institutionellen.
Quelle: Allianz Global Investors
Neben Unternehmensanleihen steigen auf der Suche nach Rendite insbesondere Schwellenländeranleihen in der Gunst der Anleger. 48 % der deutschen Anleger und 55 % der österreichischen Institutionellen sehen vorteilhafte Anlagealternativen in den Schwellenländern. Auch Covered Bonds werden der Umfrage zufolge verstärkt beigemischt, um die angestrebten Renditeziele zu erreichen.