M&A-Aktivität hat Tiefpunkt überwunden
Der Markt für Mergers und Acquisitions (M&A) ist seit dem Höhepunkt der Finanzkrise ab September 2008 deutlich rückläufig gewesen, was eine aktuelle M&A Studie der Boston Consulting Group (BCG) zeigt. So sank die Anzahl der Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr um 17% auf 12.700, das Transaktionsvolumen ging sogar um 45% auf 681 Mrd. US-Dollar zurück, ein Umstand, der bei größtenteils zurück gegangenen Cash Flows der Unternehmen und eingeschränkten Fremdfinanzierungsmitteln wenig verwunderlich ist.
Quelle: BCG
Mittlerweile zeigen sich allerdings deutliche Anzeichen einer Erholung: Für Ende 2009/Anfang 2010 erwartet BCG eine sprunghafte Wiederaufnahme von Transaktionen. Neben der durch die Krise verursachten Marktbereinigung böte das Marktumfeld auch Raum für strategische Übernahmen. Unternehmen mit gutem operativen Geschäft, die unter angespannter Liquidität leiden, seien attraktive Übernahmeziele. Die Akquisition von Distressed-Unternehmen sei ebenfalls vielversprechend, setzt jedoch eine überdurchschnittliche Profitabilität des Käufers voraus. Denn es zeigten bereits vergangene Studien, das M&As aus konjunkturellen Abwärtsphasen im Durchschnitt die deutlich erfolgreicheren seien. Jeweils rund 20% der betrachteten Unternehmen im S&P 500 Index seien nach Meinung von BCG potentielle Käufer oder Zielunterehmen.
Quelle: BCG
Das Umfeld für M&As sei allerdings schwieriger als in anderen Wirtschaftskrisen. Der Private-Equity-Markt ist noch ruhiger als der M&A-Markt geworden, dementsprechend seien kaum Aktivitäten von Private-Equity-Unternehmen zu erwarten, gleichzeitig bleiben Fremdfinanzierungen schwierig.