17.03.2008 | ETFs

Lyxor und Deutsche Bank bilden EONIA-Zinssatz ab

Lyxor Asset Management listet ab dem 14. März 2008, den seit Ende letzten Jahres aufgelegten Lyxor ETF Euro Cash EONIA (ISIN: FR0010510800) an der Deutschen Börse. Der  Exchange Traded Fund bezieht sich auf den Referenzindex EuroMTS EONIA Investable. Dieser Index bildet den Eonia-Satz, das heisst den Zinssatz, zu dem sich Banken über Nacht Geld leihen, ab.

Bereits Ende Mai letzten Jahres hatte die Deutsche Bank einen ETF auf den EONIA-Zinssatz aufgelegt. Der db x-tracker EONIA Total Return Index ETF (ISIN: LU0290358497) bildet ebenfalls eine täglich rollierende Einlage zum EONIA-Satz nach. Die Kosten betragen 0,15% p.a.

Der Lyxor ETF Euro Cash (EONIA) hat nach Angaben des Unternehmens in den letzten zwölf Monaten eine annualisierte Rendite von 4,08 Prozent (Stand: 29. Februar 2008) erzielt. Von der Rendite wird eine Managementgebühr in Höhe von ebenfalls jährlich 0,15 Prozent abgezogen.

Ein Kauf oder Verkauf ist  während der üblichen Börsenhandelszeiten jederzeit möglich. Der ETF bildet eine täglich rollierte Einlage zum Eonia-Zinssatz ab. "Investoren können somit unmittelbar von einer möglichen Erhöhung des Tagesgeldzinssatzes profitieren", erklärt Thomas Meyer zu Drewer, der das ETF-Geschäft in Deutschland und Österreich leitet.

Die Deutsche Bank konnte  mit dem EONIA-ETF starke Mittelzuflüsse verzeichnen. "Der db x-trackers II EONIA Total Return Index ETF ist mit 2 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen der größte Renten-ETF in Europa und auch gleichzeitig der erfolgreichste ETF, der bislang in Europa emittiert wurde", betont Thorsten Michalik, der das ETF-Geschäft der Deutschen Bank leitet.

Für institutionelle Investoren werden ETFs eine immer attraktivere Möglichkeit, Alpha- und Beta-Ertragsquellen zu trennen und Kosten zu optimieren. Die steigende  Vielfalt der ETFs in Deutschland bietet hier zunehmend mehr Möglichkeiten.

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