Luxemburger Gesetzesvorlage für neues alternatives Investmentvehikel
In Luxemburg wurde Ende letzten Jahres ein Gesetzesentwurf vorgelegt, der die Schaffung eines neuen Investmentvehikels, des sogenannten Reserved Alternative Investment Fund (RAIF) vorsieht. Hierbei handelt es sich um einen als AIF strukturierten Fonds, der von einem zugelassenen AIFM verwaltet werden muss. Der RAIF selbst ist nicht reguliert und kann binnen weniger Tage aufgelegt werden, ohne von zuständigen Regulierungsbehörden genehmigt zu werden. Steuerlich genießt der RAIF eine gewisse Flexibilität, da zwischen den Steuersystemen von CIV/SIF und SICAR gewählt werden kann. 
Quelle: Deloitte
Die Bildung verschiedener Subfonds innerhalb des RAIF-Mantels ist möglich. Grundsätzlich stehen alle Asset-Klassen für Investments offen, es muss jedoch nach dem Prinzip der Risikostreuung angelegt werden, ohne dass dies jedoch weiter spezifiziert wird. Ausnahme von der Diversifikationspflicht stellt eine ausschließliche Investition in Risikokapital dar. Zielgruppe des RAIF sind institutionelle Investoren, zumal das Mindestinvestment bei 125.000 Euro liegt. Es wird davon ausgegangen, dass das Luxemburger Parlament die Vorlage im zweiten Quartal 2016 annimmt.