Listed Real Estate als Indikator für Immobilien-Performance
Eine aktuelle Research-Publikation von Cohen & Steers, einem im Listed-Real-Estate-Sektor agierenden Managers, analysiert die Schätzeigenschaften von Immobilienaktien für die Renditen von direkten Immobilien-Investments. Die Autoren vertreten die Ansicht, dass die Immobilienaktienmärkte den direkten Immobilien-Investments um ca. sechs Monate vorauslaufen, und sie dementsprechend als Prognosewerkzeug geeignet seien.
Quelle: Cohen & Steers
Die Autoren leiten dies daraus ab, dass aufgrund der größeren Transparenz und Liquidität von Immobilienaktien der Informationstransfer in diesem Markt schneller von statten ginge. Gleichzeitig tendieren Immobilienaktien zu einer höheren Amplitude, sie über- oder unterschätzen also Marktbewegungen. Die Höhe der Abweichung hänge dabei von der Qualität der Bewertungen von direkten Immobilieninvestments, Bilanzen und der Aktivität der börsennotierten Immobiliengesellschaften ab. Für die Asset Allocation institutioneller Investoren können Listed-Real-Estate-Renditen demnach ein Indikator für ein Investment oder Deinvestement entlang des Immobilienzyklus sein. Darüber hinaus könnte eine Differenzstrategie zwischen Listed und Unlisted Real Estate durchgeführt werden. Die Autoren verweisen hier jedoch auf die durch Transaktionskosten verursachten Schwierigkeiten und die geringe Liquidität bei direkten Investments,
Quelle: Cohen & Steers