Liquidität von Covered Bonds und Staatsanleihen
Covered Bonds sind ebenso liquide wie Staatsanleihen, auch und insbesondere in Stressphasen. Für den dänischen Markt belegen dies Jens Dick-Nielsen, Jacob Gyntelberg und Thomas Sangill in einem Anfang November veröffentlichten Arbeitspapier. Sie definieren Liquidität als den Einfluss, den eine einzelne Transaktion auf den Marktpreis ausübt. Je geringer die Preisbewegung, desto höher ist die Liquidität der entsprechenden Anleihe. Dazu haben die Autoren Transaktionen in Covered Bonds und Staatsanleihen zwischen 2007 und 2011 analysiert.
Quelle: Dick-Nielsen, Gyntelberg, Sangill (2012)
Ihre Ergebnisse zeigen, dass Staatsanleihen vor und nach der Finanzkrise etwas liquider waren als Covered Bonds. Die Differenzen sind jedoch gering. Während der Finanzkrise war die Liquidität in Covered Bonds dagegen etwas höher als in Staatsanleihen, insbesondere für kurze Laufzeiten. In der Gesamtbetrachtung sind beide Marktsegmente jedoch hochliquide, sowohl in- als auch außerhalb der Krisenphasen.