08.07.2013 | Research

Liquidität und Performance von Hedgefonds

Hedgefonds-Anteile sind üblicherweise durch eine eingeschränkte Liquidität gekennzeichnet. In Nicht-Krisen-Perioden steigt dabei mit dem Grad der Illiquidität die durchschnittlich erzielte Rendite. Durch die kalkulierbare Gefahr von Mittelabflüssen bei schlechter Performance, sind solche Fonds in der Lage, in illiquide Anlagen zu investieren. Anleger werden dabei in Nicht-Krisenphasen durchschnittlich mit höherem Alpha und einer Illiquiditätsprämie entschädigt. Dies stellten zwei Autoren der Universitäten Mannheim und St. Gallen in einer Forschungsarbeit fest, die letztes Jahr veröffentlicht wurde. In Krisenphasen dagegen kehrt sich der Zusammenhang um. Hedgefonds mit besonders strengen Liquiditätsbeschränkungen und illiquidem Portfolio liefern in Krisenzeiten eine schwache Performance. Besonders schlecht schneiden Fonds mit illiquiden Holdings und gleichzeitig schwachen Liquiditätsbeschränkungen ab, da sie schneller zu Verkäufen bei unvorteilhaften Preisen gezwungen sind.

Allerdings zeigen die beiden Autoren Nic Schaub und Markus Schmid, dass mit hinreichenden Anreizstrukturen für das Fondsmanagement ein hohes Alpha auch in Krisenphasen bewahrt werden kann. Während die Entlohnung in Nicht-Krisenphasen keinen signifikanten Einfluss auf die Performance hat, besteht in Krisenphasen ein positiver Zusammenhang zwischen Performance und Fee-Struktur. Wenn Liquiditätsbeschränkungen dem Fondsmanagement in Krisenphasen ausreichenden Handlungsspielraum geben, schneiden Fonds mit höheren Fees besser ab.

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