04.07.2013 | Märkte

Immobilieninvestoren fragen verstärkt Core-Märkte nach

Nachdem in den vergangenen Jahren mit Istanbul, Warschau oder Moskau Non-Core-Märkte im Mittelpunkt vieler europäischer Immobilieninvestoren standen, rücken in diesem Jahr stabile Core-Märkte wieder mehr in den Vordergrund, berichten PricewaterhouseCoopers und das Urban Land Institute in ihrem Jahresbericht zum europäischen Immobilienmarkt. Viele Investoren sind demnach bereit für riskantere Investitionen, allerdings hauptsächlich in den stabilen Core-Märkten wie München, Berlin oder London. Hier suchen die meisten Investoren abseits der überkauften erstklassigen Lagen nach Opportunitäten in Nischenmärkten und B-Lagen.


Quelle: PwC, Urban Land Institute

Die Finanzierungssituation bleibt dem Report zufolge angespannt. Banken treten regulierungsbedingt als Fremdkapitalgeber weiter in der Hintergrund. Im fünften Krisenjahr sind demnach viele Institute zu Verkäufen gezwungen. Für Investoren dürften sich dem Bericht zufolge daraus attraktive Opportunitäten ergeben, insbesondere im Bereich Distressed und in der europäischen Peripherie. Vor allem in Irland und Spanien suchen Banken und teilweise auch die staatlichen Bad Banks nach Käufern.


Quelle: PwC, Urban Land Institute

Hier spielen Private-Equity-Real-Estate-Fonds ihr Fachwissen aus und treten zunehmend als Finanzierer auf. Für Value-Added- und Opportunity-Investments bieten demnach gerade Irland und Spanien gute Voraussetzungen. Auch der Markt für Structured und Mortgage-Backed-Produkte könnte eine wachsende Rolle bei der Refinanzierung spielen.

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