Liquidität und Performance von Hedgefonds
Der Vorteil für Investoren, den liquide Hedgefonds gegenüber illiquiden aufweisen, wird mit einer niedrigeren Performance erkauft, zeigt eine Analyse der amerikanischen Beratungsgesellschaft Active Allocators. Basierend auf Sperrfrist, Rückgabehäufigkeit und Kündigungsfrist werden die untersuchten 2.938 Hedgefonds als liquide oder illiquide eingestuft. Im Zeitraum 1990 bis 2014 lag die Rendite liquider Hedgefonds je nach Liquiditätskriterium bei 13 bis 14 %. Illiquiden Fonds hingegen erwirtschafteten Renditen in der Größenordnung 16 bis 17 %. Unabhängig davon, welche Dimension der Liquidität betrachtet wird, konnten illiquide Hedgefonds sowohl absolut als auch risikoadjustiert eine Outperformance gegenüber den liquiden Produkten erzielen.
Quelle: Active Allocators
Der Grund für diese Performance-Unterschiede scheint nicht in unterschiedlichen Gebühren, Strategien oder Managerfähigkeiten zu liegen. Vielmehr kommen die Autoren zu dem Schluss, dass die geringeren Liquiditätsanforderungen es den Managern erlauben, flexibler zu investieren und somit Opportunitäten auszunutzen, die den Managern liquider Fonds nicht offen stehen. Beispiele hierfür sind ein breiterer Kreis von Strategien, weniger liquide Wertpapiere, die Ausnutzung von Liquiditätsschocks, das Eingehen höherer Risiken oder Leverage und das längere Halten einzelner Positionen. Investoren sollten bei ihrer Manager-Selektion sorgfältig abwägen, ob die Liquiditätsvorteile die möglichen Performance-Nachteile aufwiegen.
Absolut Research analysiert die besten Publikumsfonds mit alternativen Investment-Strategien in der monatlich erscheinenden Publikation Absolut|alternative - Liquid Alternatives, die Rendite und Risiko von mehr als 1.000 alternativen Strategien im UCITS-Format aufzeigt.