31.03.2017 | Märkte

Leitfaden zur Photovoltaik in Deutschland

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat im März einen Leitfaden zur Photovoltaik in Deutschland veröffentlicht. Demnach hängt der aktuelle Zubau hinter den Zielen der Bundesregierung zurück. Im Erneuerbare-Energien-Gesetz ist ein jährlicher Zubau von 2,5 GW zwischen 2014 und 2017 festgelegt worden, tatsächlich betrug der Zubau jedoch nur 1,5 GW. Nach Einschätzung der Autoren ist ein Zubau in Höhe von 4 bis 5 GW pro Jahr bis 2050 notwendig, um den Energiebedarf überwiegend aus PV-Anlagen zu decken. Im Jahr 2016 wurden 7,4 % des Netto-Stromverbrauchs mit Solarenergie bedient. Erneuerbare Energien insgesamt kamen auf einen Anteil von 37 &.


Quelle: Fraunhofer ISE

Die Entwicklung des Segments beurteilen die Autoren als günstig. So liegen die jährlichen Betriebskosten eines PV-Kraftwerks mittlerweile bei rund 1% der Investitionskosten. Auch die Finanzierungskosten sind aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus attraktiv. Der dominierende Kostenanteil von PV-Kraftwerken, die Investitionskosten, fielen seit 2006 dank technologischen Fortschritts, Skalen- und Lerneffekten im Mittel um ca. 13% pro Jahr, insgesamt um 75%, halten die Autoren fest.

Darüber hinaus befasst sich die Studie mit der EEG-Umlage, der Preisbildung an der Strombörse, der staatlichen Subventionierung, sowie der Frage, ob PV-Strom eine übermäßige Belastung des Energiesystems darstellt.


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