LBBW analysiert Schuldentragfähigkeit der Euro-Länder
Die Schuldentragfähigkeit der Euro-Länder hat sich im Zuge der Krise reduziert. Griechenland, Zypern, Portugal und Italien sind besonders gefährdet, berichtet die LBBW in einer ausführlichen Analyse. Um die Staatsschulden zu stabilisieren, sind ein Primärüberschuss und Wirtschaftswachstum notwendig. Eine zu hohe Staatsverschuldung hat allerdings eine negative Auswirkung auf das Wirtschaftswachstum, wodurch insbesondere Griechenland und Zypern sich kaum mehr aus eigener Kraft aus ihrer Schuldenfalle befreien können.
Quelle: LBBW
Die Autoren befinden, dass eine Primärüberschussquote von mehr als 5 % kaum erreichbar ist. Auf Grundlage des durchschnittlichen Kupons, den die Euro-Staaten in der Vergangenheit zur Finanzierung zahlen mussten, berechnen sie die notwendige Primärüberschussquote der einzelnen Länder, die notwendig wäre um die Staatsverschuldung zu stabilisieren. Nach Griechenland könnten Zypern, Portugal, Italien und Irland ebenfalls abdriften, sollte sich ihr schwacher Wachstumsausblick nicht verbessern oder sich die Refinanzierung verteuern. Dabei ist sogar noch zu beachten, dass manche der der Staaten bereits nur aufgrund externer Hilfen von ESM und EZB relativ niedrige Kupons zahlen. In Spanien stellt sich die Situation überraschenderweise entspannter dar, als in Italien. Insgesamt sei eine Mischung aus fiskalpolitischer Stimulation und strikter Haushaltsdisziplin notwendig, um die Situation in den Problemstaaten zu entspannen, lautet das Fazit.
Quelle: LBBW