24.05.2017 | Research

Renditeentwicklung von Aktien und Anleihen in 23 Ländern

Credit Suisse hat die langfristige Renditeentwicklung von Aktien, Anleihen, Cash, Inflation und Währungen in 23 Ländern untersucht und die Ergebnisse im „Investment Returns Yearbook“ im Februar 2017 veröffentlicht.

Im Zeitraum von 2000 bis 2016 konnten Anleihen mit einer jährlichen Rendite von 4,8 % Aktien (1,9 %) im globalen Durchschnitt deutlich übertreffen. Wird der Untersuchungszeitraum allerdings auf die Jahre 1900 – 2016 ausgeweitet, liegen Aktien mit einer jährlichen realen Rendite von 5,1 % deutlich vor Anleihen (1,8 %). Wird die Entwicklung des US-amerikanischen Finanzmarktes betrachtet, ergibt sich ein ähnliches Bild. Während Anleihen zwischen 1900 und 2016 eine jährliche Rendite von 2 % und kurzfristige Staatsanleihen 0,8 % erzielten, stiegen Aktien auf jährliche 6,4 %. Auch in den übrigen 22 untersuchten Ländern wurden Anleihen von Aktien deutlich überholt. Langfristig konnte sich der Aktienkurs von den Auswirkungen verschiedener Marktkrisen gut erholen und erreichte neue Rekordstände.


Quelle: Elroy Dimson, Paul Marsh, Mike Staunton, Credit Suisse

Dass eine Betrachtung von längeren Zeitperioden sinnvoll ist, zeigt sich auch bei der näheren Untersuchung der Anleiherenditen während Marktkrisen. Unter anderem führten Inflation und Hyperinflation zwischen den 20er und 70er Jahren zu deutlichen Kursverlusten. Erst ab 1982 setzten die sogenannte goldenen Zeiten ein, der World Bond Index legte um 98 % zu mit jährlichen Renditen von 14,6 % (1982 – 2015). Wie aber bereits Ende 2015 deutlich wurde, ist das Ende der Golden Age of Bonds erreicht und zukünftig muss mit niedrigeren Renditen gerechnet werden.


Quelle: Elroy Dimson, Paul Marsh, Mike Staunton, Credit Suisse


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