Langfristige Outperformance von alternativen Indexkonzepten
In einem Ende April veröffentlichten Forschungspapier vergleicht Standard & Poor's die Performance von marktkapitalisierungs- und gleichgewichteten Indizes. Über die letzten 20 Jahre konnte der gleichgewichtete S&P 500 EWI demnach eine durchschnittliche Überrendite von 2,0 % p.a. gegenüber dem marktkapitalisierungsgewichteten S&P 500 realisieren. In bestimmten Marktphasen lag der EWI allerdings klar hinter dem S&P 500, etwa Ende der 1990er Jahre durch die relative Untergewichtung des Technologiesektors. Seit 2006 schnitt der gleichgewichtete Ansatz aber jedes Jahr besser ab als der cap-weighted Index.
Quelle: Standard & Poor's
Auch risikoadjustiert liefert der EWI trotz höherer Volatilität oftmals bessere Renditen als der S&P 500 in üblicher Gewichtung. Zwischen 2008 und 2012 erzielte der S&P 500 eine Sharpe Ratio von 0,09, der EWI lag bei 0,74. Dabei schneidet der gleichgewichtete Ansatz insbesondere in steigenden Märkten häufig besser ab, zeigt die Analyse. Seit Platzen der Dot-Com-Blase liegt der EWI in zwei von drei Monaten mit positiven Returns vor dem S&P 500.
Quelle: Standard & Poor's
Durch die Gleichgewichtung ist der EWI faktorindifferent. In ineffizienten Marktphasen in denen Risikofaktoren zeitweise unter- oder überbewertet werden, kann der EWI so Outperformance gegenüber dem S&P 500 generieren. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch beim Fokus auf Small- und Mid-Caps oder Mega-Caps. Hinter dem EWI steht ein anderes Set an Risikofaktoren, das gerade in der langen Frist in der Lage ist, Überrenditen zu erzielen.