Langfristige Erfolgsfaktoren von Emerging-Markets-Unternehmen
Trotz kontinuierlichem Wirtschaftswachstum in vielen Emerging Markets (EM), insbesondere in China und Indien, lag die jährliche Underperformance der Aktienmärkte gegenüber Industrieländern seit der Finanzkrise 2008 bei fast 5 %, zeigt eine Analyse von MSCI. Eine Ursache dafür ist das hohe Emissionsvolumen in vielen Emerging Markets, das dazu führte, dass der Gesamtgewinn vieler Unternehmen zwar stieg, das Ergebnis je Aktie (EPS) aber kaum wuchs. Zudem belastete die Abwertung vieler EM-Währungen gegenüber dem US-Dollar die Renditen.
Gewinn- und EPS-Wachstum von EM-Aktien

Quelle: MSCI
Dennoch gibt es Unternehmen, die langfristig überdurchschnittliche Renditen erzielt haben. Diese zeichnen sich durch hohe Profitabilität, disziplinierte Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufe, stabile Ertragsentwicklung und eine qualitativ hochwertige Investitionsstrategie aus.
Umsatzwachstum war dagegen nicht unbedingt ein Indikator für langfristigen Erfolg. Vielmehr erwiesen sich Unternehmen mit konstanten Margen und effizienter Kapitalnutzung als widerstandsfähiger. Auffällig war zudem, dass viele dieser Top-Performer bereits in den Jahren vor 2009 durch diese Merkmale auffielen.
Erfolgreichste EM-Aktien

Quelle: MSCI
Aktive Investoren können durch gezielte Aktienauswahl auf Basis der identifizierten Faktoren überdurchschnittliche Renditen erzielen, insbesondere in weniger analysierten Marktsegmenten.
Auch Index-Investoren können profitieren, indem sie Strategien nutzen, die auf Qualitätsfaktoren setzen. Zudem zeigt sich, dass sich ein selektiver Ansatz in EM-Märkten lohnt, da ein großer Teil der Renditen von wenigen Unternehmen generiert wird.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Emerging Markets jeden Monat in der Publikation Absolut|ranking Equity Emerging Markets. Insgesamt analysiert Absolut|ranking mehr als 16.000 aktive und passive Strategien von 2.000 Asset Managern, aufgeteilt auf 36 Assetklassen und Marktsegmente sowie mehr als 200 Universen. Individuelle Mandate und Spezialfonds können ebenfalls untersucht werden.