21.12.2010 | Studie

Langfristige Effekte bereiten Institutionellen mehr Sorgen als Krise

Institutionelle Investoren empfanden die Krise zwar als schwerwiegend, die Auswirkungen hätten jedoch innerhalb ihrer Krisenszenarien gelegen. Sorgen bereiten eher die langfristigen Auswirkungen und Veränderungen der Kapitalmärkte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Mitte November veröffentlichte Sonderpublikation der Economist Intelligence Unit, die von Goldman Sachs gesponsort wurde. Die Studie basiert auf einer Umfrage unter Investoren und Consultants und diversen Interviews. Nur 14 % der Befragten gaben demnach an, die Volatilität hätte ihre Erwartungen übertroffen. Für rund 70 % waren die Ereignisse ungewöhnlich, jedoch innerhalb ihrer Planungen.


Quelle: Goldman Sachs, EIU

Für die Mehrheit der Studienteilnehmer stellen die langfristigen Auswirkungen der Krise die größeren Herausforderungen dar, als die Krise selbst. Rund 90 % der Befragten gehen von einem weiteren Wachstum der Schwellenländer aus, während sich dieses in den Industrieländern verlangsame, oder einem insgesamt langsamen Wachstum aus. 65 % gaben zudem an, das Anleihen für sie nun deutlich riskanter erscheinen als vor der Krise, ähnlich verhält es sich für Aktien-Investments. Bei Hedgefonds und Rohstoffen sehen nur 50 % ein gestiegenes Risiko, bei Private Equity sind es 70 %.


Quelle: Goldman Sachs, EIU

Wichtigstes Kriterium bei der Asset Allocation ist das Risiko. Rendite und aufsichtsrechtliche Verpflichtungen folgen. Die Portfolios werden nach wie vor von Anleihen, Immobilien und Aktien dominiert, allerdings hat sich der Anteil von Rohstoffen und Alternatve Investments bereits auf 30 % ausgeweitet.

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