Lage und Perspektiven für Sustainble Finance in der Schweiz
Der Schweizer WWF hat in einer kurzen Analyse die Bedeutung nachhaltiger Investmentstrategien in der Schweiz untersucht und dies im internationalen Kontext verglichen. Zum Abschluss werden verschiedene Vorschläge unterbreitet, wie das Thema Sustainable Finance gefördert werden kann. In den 1990er Jahren gehörte die Schweiz zu den Vorreitern auf dem Gebiet der Sustainable Finance, hinkt anderen Finanzzentren aber mittlerweile hinterher. Grund hierfür ist, dass staatliche und politische Institutionen erst vor kurzem damit begonnen haben, das Thema verstärkt zu beachten. Beispielsweise gibt es kein Gesetz, das den indirekten und direkten Umweltauswirkungen des Finanzsektors Rechnung trägt.
Bei einem Vergleich der Maßnahmen staatlicher Organisationen in der Schweiz mit internationalen Peers bezüglich der Förderung von Sustainable Finance sind sechs wesentliche Unterschiede auszumachen. In der Schweiz fehlt es an Vordenkern, die das Thema voranbringen, es gibt keine Vorgaben, die Unternehmen zwingen, über ESG-Aspekte regelmäßig zu berichten und es gibt keine Anreize für die Schweizerische Nationalbank, die Klimarisiken zu reduzieren oder Klimaschutz- und/oder Anpassungsmaßnahmen zu fördern. Während in der EU Pensionskassen verpflichtet sind, Umwelt- und Sozialfaktoren bei den Anlageentscheidungen zu berücksichtigen, ist in der Schweiz die Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien nur in beschränktem Maße erfolgt. Auch gibt es hier keine Initiative, die Versicherungen zur Beachtung von ESG-Kriterien anhält. Weiterhin misst die Schweizer Finanzaufsicht keine Klimarisiken bzw. deren Auswirkungen auf die Finanzstabilität.
Die Stärkung von Sustainable Finance böte drei Vorteile für die Schweiz, schreiben die Autoren. Neue Wachstumsdynamiken könnten entfacht, die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzsektors gestärkt und die nachhaltige Entwicklung gefördert werden. Hierzu werden verschiedene Maßnahmen vorgeschlagen, darunter die Einrichtung eines Beirates durch den Schweizer Bundesrat, der Herausforderungen und Entwicklungen kommentiert und ggf. Empfehlungen abgibt, sowie die Definition von Mindeststandards für Unternehmen zur Offenlegung von ESG-Faktoren durch Bundesrat und Parlament.
Absolut Research analysiert institutionelle Publikumsfonds mit Fokus auf Nachhaltigkeit jeden Monat in den Publikationen Absolut|ranking Sustainability Equity und Sustainability Balanced & Fixed Income. Insgesamt umfassen die Absolut|rankings mehr als 11.000 institutionelle Publikumsfonds und ETFs, aufgeteilt in 27 Asset-Klassen und Marktsegmente und mehr als 110 Universen.
Absolut Research zeigt mit der Publikation Absolut|impact das Spektrum nachhaltiger Investments für institutionelle Investoren auf. Anleger erfahren durch Fachbeiträge zu Strategien, Trends, ESG-Initiativen und Regulierung, wie sie nicht nur ihr Portfolio, sondern auch gesellschaftliche Veränderungen (mit)gestalten können.