20.08.2013 | Research

Kurskorrektur am Anleihemarkt im historischen Kontext

Seit Mai haben viele Segmente am Anleihemarkt starke Kursverluste hinnehmen müssen. In Folge dessen stieg beispielsweise die effektive Verzinsung amerikanischer Treasuries binnen kurzer Zeit auf den höchsten Stand seit Juli 2011. Vor diesem Hintergrund haben zwei Autoren der Federal Reserve Bank die größten Kursverluste von US-Treasuries seit dem Jahr 1961 analysiert. Der jüngste Kurseinbruch liegt demnach mit einem Maximum Drawdown von 11,3% auf Rang 13. Bezieht man den Verlauf der Kursverluste bzw. deren Geschwindigkeit mit ein, liegt der Rückgang seit Anfang Mai nur knapp außerhalb der Gruppe der stärksten 5 % aller, von den beiden Autoren definierten, Sell-Off-Perioden zu diesem Zeitpunkt.


Quelle: NY Fed, Adrian, Fleming (2013)

Zudem stellen Tobias Adrian und Michael Fleming fest, dass der Großteil des mit dem Kursverlust verbundenen Zinsanstiegs auf eine steigende Laufzeitprämie zurückzuführen ist, Marktteilnehmer also eine größere Prämie fordern, um langlaufende Treasuries zu halten. Der Zinsanstieg unterscheidet sich in diesem Aspekt von vorherigen Perioden, in denen hauptsächlich eine erwartete Leitzinsanhebung für den Zinsanstieg bzw. Kursverlust ursächlich war.


Quelle: NY Fed, Adrian, Fleming (2013)


Der Beitrag kann direkt bei der New York Fed gelesen werden.

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