Kreditwürdigkeit von Unternehmen aus Schwellenländern nimmt zu
Die Kreditwürdigkeit von Unternehmen aus den Schwellenländern nimmt zu, berichtet Fitch Ratings im aktuellen Halbjahres-Report. Nach der Finanzkrise haben sich demnach die Rating-Trends wieder normalisiert. Der Rating-Durchschnitt der Unternehmen gleicht sich zunehmend dem der entwickelten Industrienationen an. 49 % der Unternehmen haben ein BBB Rating oder höher. In Asien und der MEA-Region haben 58 % bzw. 75 % der Unternehmen ein Investment Grade Rating, während in Osteuropa und Lateinamerika 67 % bzw. 59 % ein Non-Investment Grade Rating besitzen.
Quelle: Fitch
Der generelle Ausblick für Unternehmen aus Schwellenländern ist positiv. Dafür sprechen die wieder erstarkten Aktienmärkte der Region und ein geschätztes BIP-Wachstum um die 6 % in den nächsten zwei Jahren. Hinzu kommt eine wachsende Mittelschicht und steigende Einkommen, die positive Auswirkungen auf Konsum und Industrieaktivität in den entsprechenden Regionen haben. Gleichzeitig ist die negative Relation zwischen der Entwicklung der Rohstoffpreise und den Unternehmenskosten nicht so stark ausgeprägt, wie in den entwickelten Staaten.
Quelle: Fitch
Des Weiteren war Fitch zufolge in den letzten zwei Jahren eine Zunahme von Anleihenemissionen zu beobachten, was auch auf das reduzierte Engagement von Banken während der Finanzkrise zurückzuführen ist. Große Volumina entfielen auf die Sektoren Rohstoffe, Telekommunikation, Immobilien und Bauwesen. Somit entstehen eine Reihe neuer Investmentalternativen für Investoren.